Tok - Chicken

 

8 August 2009

Die Nacht war herrlich ruhig gewesen. Endlich konnte ich mal wieder vernünftig schlafen, so wie ich es von meinen andere Alaska Expeditionen gewöhnt war !

Gegen 8:30 morgens hörte ich ein Geräusch, als ob jemand einen Baumstamm umdreht. Als ich aus den Zelt sah, schaute ich einen verdutzten Kojoten in Gesicht. Ich ging zum Trike und holte meine Kamera hervor, jedoch in dieser Zeit war der Kojote wieder verschwunden.  

Ich pfiff einige male und tatsächlich kam der neugierige Kerl wieder aus den Büschen direkt hinter meinem Zelt hervor. Ich konnte einige Bilder von ihm aufnehmen.

Ich war gerade etwas über eine Stunde unterwegs,als mich ein Geländewagen überholte der mir durch die Art der Gepäckbeförderung auf dem Dach auffiel.  

Zehn Minuten später sah ich ein Kamerateam das mich von der Bergkuppe aus Filmte. Angekommen stellte sich heraus das es ein Fernsehteam des NDR war. Sie interviewten mich über meine Reise und meine Erfahrung bezüglich der Erderwärmung in Alaska...

Nach dem Interview kamen wir irgendwie auf das Thema GPS zu sprechen und es stellte sich heraus das sie Probleme hatten ihr GPS mit Topokarten zu bespielen, wohl dadurch das sie ein Apple Computer-System einsetzen. Ich bot an ihnen die Karten mit meinem Toughbook zu überspielen was sie freudig annahmen.  

Da es einiges an Datenmengen war dauerte das ganze einige Stunden. Das machte aber nichts da es sehr interessant war mit ihnen über Kameras, ihre Reise und das Filmen im allgemeinen zu fachsimpeln !

Als die Karten nach einigen Stunden fertig überspielt waren wurden noch einige Aufnahmen von mir gedreht und wir verabschiedeten uns.  

Da es nun schon spät war fuhr ich nur noch ca. 11 Km und baute gegen 21:30 mein Zelt am Straßenrand auf.  

Dank des Fernsehteams hatte ich auch wieder genug Trinkwasser, denn auf diesem Abschnitt gab es keine Flüsse von denen ich Trinkwasser hätte filtern können !  

Nicht viel Kilometer heute, aber das macht nichts die interessanten Stunden mit dem Fernsehteam waren es mehr als Wert !    

Km 19,7

Reine Fahrzeit 3:25

Gesamtzeit 10:30

Zeit im Stand 7:05

Schnitt 5,8

Camp 21:30

 

© Copyright by Ch. Breier

Ganz schön neugierig der Kerl...   ( Koyote / Canis latrans ) 

 

© Copyright by Ch. Breier

Das Kamerateam des NDR  

 

9 August 2009

Ruhetag.
Gegen 8:00 weckte mich das Prasselgeräusch auf meinem Zelt. Es regnete. Schnell aus dem Zelt gesprungen und das Gepäck kontrolliert, alles wasserdicht verpackt...

Die Nacht war ruhig gewesen, bis auf ein paar wild gewordene Cowboys die in die Luft ballerten und Feuerwerkskörper zündeten, es ist Jagdzeit auf Caribou in Alaska....

Der Regen wurde immer stärker. Gegen 10:20 hielt ein Wagen neben meinem Zelt und Jemand rief Christian. Es war das NDR Kamerateam, sie haben mir doch tatsächlich zwei Flaschen Deutsches Bier, Wasser und Limonade gebracht! Super nett, vielen Dank !!!

Ich verbrachte den Tag mit Berichte schreiben, Radio hören und sortieren der Digitalbilder.

Schön das ich nun mehr Zeit habe als ich eigentlich noch brauche. So kann ich die Reise nun wirklich ohne Zeitdruck genießen.  

Mein Flug zurück nach Deutschland geht ja erst am 6 Oktober. Und bis Whitehorse sind es ja „nur“ noch ca. 650 Km und ich habe ja noch ca. 50 Tage für diesen Streckenabschnitt !  

Mehr als genug Zeit also... 

 

© Copyright by Ch. Breier

Regen, Regen , nichts als Regen....

 

Besten Dank an das Team des NDR besonders an den Kameramann Armin Plöger

 

© Copyright by Ch. Breier

Endlich habe ich genug Zeit meine Berichte zu schreiben und meine Bilder zu sortieren! Glaubt mir nach 5-10 Stunden Fahrradfahren braucht das manchmal eine echte Überwindung...  

10 August 2009

Die ganze Nacht hat es geregnet und gestürmt. Am Morgen war es bewölkt. Die Temperaturen sind merklich gefallen.  

Ich trocknete mein Zelt und gegen 11 ging es los. Natürlich wieder bergauf...

Die langen Anstiege sind sehr kraftraubend. Schneller als 3-5 km bin ich am Berg nicht mit all meinem Gepäck.  

Der Rauch hat sich fürs Erste verzogen durch den Regen. Endlich kann man auch mal etwas von der Landschaft sehen.  

Gegen Mittag kamen die ersten Regenschauer, gemixt mit kräftigen Hagelschauer. Meine Hände konnte ich schon nach kurzer Zeit nicht mehr spüren so kalt war es...

So verlief der Tag. Regen und Hagelschauer wechselten sich ab. Am späten Nachmittag traf ich noch einen Amerikaner, er war mit dem Rennrad und wenig Gepäck wesentlich schneller als ich...

Immer wieder sah ich Geländewagen mit Anhänger auf denen Caribous waren oder deren Gehörn, die Jagdzeit scheint erfolgreich für einige zu sein.

Um 20:00 schlug ich mein Camp auf am Logging Cabin Creek und kochte mir erst einmal eine ordentliche Portion Nudeln...

Km 37

Reine Fahrzeit 5:20

Gesamtzeit 9:30

Zeit im Stand 4:10

Schnitt 7

Camp 20:30

 

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Home Sweet Home....

 

© Copyright by Ch. Breier

Nicht gerade abwechslungsreich... 

 

© Copyright by Ch. Breier

Rings um mich herum, verbrannte Landschaft! 

 

Akkus aufgeladen und Zelt getrocknet  

 

Kilometerlange gerade, leicht ansteigende, verbrannte Landschaft.

 

© Copyright by Ch. Breier

Aber auch ab und zu schöne Ausblicke auf die unendliche Landschaft   

 

© Copyright by Ch. Breier

Stetig geht es bergauf , das geht ganz schön in die Beine mit einem schwer bepackten Trike was mehr wiegt als 3 normales MTB's und dann noch der Hänger und das Gepäck ! 

 

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Das schlechte Wetter holt mich wieder ein...

 

© Copyright by Ch. Breier

Immer höher geht es in die Berge. 

 

© Copyright by Ch. Breier

Es ist recht frisch geworden, selbst im Zelt ist es nun feucht durch die hohe Luftfeuchtigkeit  

 

© Copyright by Ch. Breier

Essen und Trinken sind auf jeder Reise wichtig, aber bei einer Fahrradtour umso mehr !

 

© Copyright by Ch. Breier

Was gibt es zum Essen, natürlich Nudeln...  

wenn Ihr einen richtig guten Kocher sucht, dann kauft Euch einen Optimus, wesentlich besser als diese dämlichen MSR Kocher die ewig Ärger bereiten ! 

 

11 August 2009

Es war sehr ruhig gestern Nacht. Mann konnte allerlei Tiere hören.  

Eulen, Elche oder Caribous oder eventuell auch Bären die durch den Busch marschierten und dabei Äste knacken ließen.  

Es wird nun gegen 2:00 Uhr richtig stockdunkel.

Um ca. 3:30 wurde ich durch einen Höllenlärm geweckt. Es hörte sich an wie zwei Katzen die eine kleine Unstimmigkeit austragen.  

Jedoch gibt es hier keine Katzen im Busch, also denke ich mal das es Luchse waren.  

Deren Keilerei ging über bestimmt 40 Minuten. Schade das ich mein Leica Nachtsichtgerät nicht dabei habe wie auf der 2007 Expedition....

Gegen 5:00 morgens fing es wieder an zu regnen. Gut das ich das Tarp aufgespannt hatte.

Ich werde heute wieder einen Ruhetag einlegen, denn im strömenden Regen fortzufahren macht keinen Sinn, denn ich habe ja genug Zeit!  

Ich hoffe nur das die Schotterpiste von Chicken nach Dawson City sich nicht in eine Morastpiste verwandelt hat, denn sonnst habe ich ein echtes Problem... 

 

© Copyright by Ch. Breier

Endlich hat sich aufgeklart! 

 

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Genug Wasser zum Trinken und Baden... 

 

12 August 2009

Es hat die ganze Nacht gestürmt und geregnet wie aus Eimern !  

Am Morgen habe ich das Zelt und das Tarp so gut es ging getrocknet.  

Den ganzen Tag über war es stetig bergauf. Habe ein Caribou gesehen. Sonnst nichts besonderes passiert.

Bin in Chicken angekommen.  

Die Schotterstraße ist echt nicht leicht zu fahren, viele Schlaglöcher und zum Teil sehr steile Anstiege.  

Wenn es regnen sollte dann komme ich nicht weiter denn dann verwandelt sich die Piste in Morast!  

Mit dem Auto kein Problem aber mit meinem Trike und dem Anhänger nicht zu schaffen.  

Es soll die nächsten Tage wieder regnen....

Hätte nicht geglaubt das ich so lange für diese Strecke brauche !  

Ich hoffe ich bleibe nicht irgendwo zwischen Chicken und Dawson City im Morast hängen....

Am Abend habe ich noch ein Deutsches Ehepaar getroffen, der Mann fährt auch Rad und ist genau wie ich von der Rohloff Nabe absolut begeistert !

Ich würde kein Reiserad mehr ohne eine Rohloff Nabe fahren ! 

Km 38.4

Reine Fahrzeit 5:06

Gesamtzeit 7:50

Zeit im Stand 2:44

Schnitt 7.5

Camp 18:30

 

© Copyright by Ch. Breier

Ein stetiges Auf und Ab, recht zermürbend auf die Dauer, um so mehr ist es aufbauend wenn eines der wenigen Fahrzeuge anhält und einen anfeuert , wie z.B " your the man " oder " go for it "...  

 

Solltet Ihr mal im Norden reisen und einige Fahrradfahrer sehen, haltet an, gebt ihnen Wasser und etwas zu essen denn als Fahrradfahrer hat man immer Hunger und Durst und freut sich um so mehr über eine kalte Cola oder ein Bier oder zwei...

Und ein Schwätzchen ....  

Was man als Fahrradfahrer auf manchen Strecken im Norden zu " erleiden " hat, ist als Außenstehender kaum nach zu vollziehen ! 

 

© Copyright by Ch. Breier

Immer wieder beeindruckend die Weite des Landes! 

 

© Copyright by Ch. Breier

Der Belag ist extrem rau, was man am Abrieb der Reifen erkennen kann

 

© Copyright by Ch. Breier

Weite Landschaft, für einige Leute erdrückend, für mich jedoch herrlich, obwohl ich mich manchmal ganz schön alleine fühle.... 

 

© Copyright by Ch. Breier

West Fork Dennison River wäre mal wieder ein herrlicher Fluss zum paddeln...

 

© Copyright by Ch. Breier

Tja, paddeln, das gefällt mir irgendwie besser als Fahrrad fahren. Eventuell wäre das Trikfahren mit  E- Motor-Unterstützung mehr mein Fall, gerade bei langen monotonen Strecken ... 

 

© Copyright by Ch. Breier

Jedes mal wenn ich so ein Teil im Rückspiegel sehe, schlägt mein Herz etwas höher. Wenn so einer mich mal übersieht...

 

© Copyright by Ch. Breier

Alles was von einem Caribou übrig geblieben ist... 

 

© Copyright by Ch. Breier

Ich kann Euch sagen, Schotter mit etwas Regen und schon ist es eine Qual mit dem Rad/Trike zu fahren! 

 

© Copyright by Ch. Breier

Ich sah in den Rückspiegel und erkannte ein Caribou das gerade die Straße überquerte. Könnt ihr es erkennen ? 

© Copyright by Ch. Breier

 Wenn nicht, bitte schön, hier mal etwas eingezoomt.... 

 

© Copyright by Ch. Breier

Von nun an gibt es für lange Zeit keinen festen Belag mehr.... 

 

© Copyright by Ch. Breier

Angekommen in Chicken/ Alaska 

 

© Copyright by Ch. Breier

Nicht viel zu sehen hier.... 

 

© Copyright by Ch. Breier

Obwohl der Saloon ganz urig ist waren die Leute dort sehr unfreundlich, gerade wenn man einige Zeit ganz allein unterwegs war, stößt das einen arg vor den Kopf...  

Na eventuell hatten sie ja einen schlechten Tag...  

Oder sie mögen einfach keine Radfahrer, wie an einigen Orten in Alaska und dem Yukon, die verdienen wohl nicht genug an unser einer...   

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