Gulkana - Wasilla

 

11. July 2009

Die Nacht über hat es geregnet, auch am Morgen gab es noch einige schauer !

Wir haben uns einige Pfannkuchen zum Frühstück zubereitet und sind dann gegen 12:00 gestartet.

Die Temperaturen waren nach dem Regen gut zu ertragen. Die Strecke bis Glennallen war wieder sehr hügelig. Kurz vor Glennallen haben wir etwas gegessen und schnell über W-LAN die Mail gecheckt.  

Leider konnten wir von der grandiosen Bergkulisse kaum etwas sehen denn die Berge waren zum großen Teil in Rauch der Feuer eingehüllt. Auch nach Glennallen war es nicht viel flacher immer wieder kamen Anstiege.  

Nach ca. 50 Km wollten wir auf einem Campground übernachten, jedoch wollten die für ein Zelt 25$, also 50 für unsere zwei, einfach unverschämt. Wir sind natürlich weiter gefahren!

An einem Anstieg hielt plötzlich ein Service-Wagen vom Fireweed Bike-Race an und ein Mann fragte mich ob ich Wasser brauchte, ich sagte ja und er gab mir einige Liter. Auch Detlef konnte seine Flaschen wieder auffüllen. Sie staunten etwas über die fünf Flaschenhalter an Ortwins Bike. Besten Dank !!!  

Nach einiger Zeit drehte Ortwin auf der Straße, ich sah etwas am Rand der Straße liegen. Es war ein kleiner Hase, er lebte noch. Ich hob ihn am Nacken an und setzte ihn in das Gras, er fing plötzlich an furchtbar zu schreien, ich sah warum.  

Er hatte die vordere Pfote zweimal gebrochen, ein offener Bruch. Sehr wahrscheinlich wurde er von einem Auto angefahren. Ich erlöste ihn von seinen Qualen. Nicht gerne aber der kleine Kerl sollte sich nicht noch weiter quälen, wer weiß wie lange er schon so an der Straße lag...  

Etwas bedrückt fuhren wir weiter. Gegen 22:00 Uhr wollten wir unser Camp neben der Straße aufbauen, beim öffnen meiner Anhängertasche schnitt ich mir den Zeigefinger bis zum Knochen auf. Ich hatte die Mülltasche beim öffnen des Anhängers gestriffen und mir an der Lachsdose von gestern den Finger aufgeschnitten. Es blutete wie verrückt. Ich ließ es etwas weiter bluten damit nichts in der Wunde bleibt und verband dann den Finger mit Pflaster. Es tat höllisch weh, ich hoffe das die Wunde sich schnell schließt und sich nicht entzündet.  

War das etwa die Rache des kleinen Hasen, hätte ich ihn einfach weiter leiden lassen sollen ?  

Wie man es macht, macht man es falsch... Mir reichte es für den Tag, ich baute das Zelt auf und legte mich hin....  

Wir sind heute 64,7 Km gefahren .

 

© Copyright by Ch. Breier

Bei Glennallen fuhren wir in Richtung Anchorage. 

 

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Mt. Drum war kaum zu sehen, leider....

 

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Unser Camp. Beim abbauen pochte mein Finger, der Schnitt ging bis auf den Knochen. Zu allem Übel kammen auch noch die Insekten ....  

 12 Juli 2009

Wir starteten gegen 11 Uhr von einem angenehmen Camp mit wenig Moskitos.  

Nach 15km gab es das beste Frühstück, das wir bisher hatten. 5 km weiter, schon wieder ein Roadhouse. Da gab es dann noch ein Eis. Hier muss man es nehmen, wie es kommt. Das Eis brauchten wir auch, denn wir mussten einen Anstieg von einigen Höhenmetern am Stück und 2 km Länge bewältigen.  

Mein Finger pochte wie verrückt. Gegen 20Uhr trafen wir in Eureka ein.  

Beim Abendessen fragte uns die nette Bedienung, wo wir übernachten. Sie sagte wir könnten unsere Zelte hinter dem Lokal direkt am See aufstellen. Gesagt, getan. So ist das Frühstück am Morgen auch schon geregelt.  

Die Landschaft war heute eher langweilig. Der Rauch verdeckte die Berge nach wie vor. Vom Matanuska-Gletscher ist nur etwas zu sehen.  

Die Sonne knallte, wie die Tage zuvor. Auch die Leute hier sprechen von einem extrem warmen Sommer in Alaska.  

Den Moskitos war es wohl auch zu warm und sie hatten sich heute anderweitig beschäftigt. Thanks, very much.  

Wir sind 55 km gefahren. 

 

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Viele Schilder aber keine Tiere... 

 

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Vor der Lodge blieben alle Leute stehen und bestaunten das Trike, damit waren noch nicht viele in Alaska unterwegs ... 

 

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Super gemütlich von innen ! 

 

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Das wäre ein super Bild geworden, allerdings stand die Sonne im Zenit...
Das hasse ich an Radfahren, man kann nicht mal eben einige Stunden auf das richtige Licht warten... 

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 Food Cache

 

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Des Anglers Traum... 

 

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Immer wieder unmengen von Fireweed neben der Strasse, ich lieb den süssen Geruch dieser Pflanzen !

 

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Der Grizzly Country Store

 

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The Mean Hunting Machine 

 

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Immer noch ist der rauch der feuer in der Luft, den Gletscher kann man nur erahnen... 

 

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Die Eureka Lodge. Super nette Leute dort ! 

 

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Unser Camp am See hinter der Lodge, besser geht es kaum !

 

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Das 6x6 ATV hätte ich gern in Deutschland ... 

 

13 Juli 2009  

Um 11 Uhr Start am Eureka Roadhouse nach einem herzlichem Abschied. Die nette Bedienung schenkte uns noch einige Äpfel und Mandarinen. Danke !  

So schön, wie der Tag begann, ging er auch weiter. Tolles Fotolicht heute und prima Sicht auf den Matanuska-Gletscher, der uns den ganzen Tag auf der linken Seite ein Panorama zeigte.

Beim Hamburger essen, mit leckerem, aber nicht definierbarem Inhalt, hatten wir eine einzigartige Sicht auf den ganzen Gletscher. In dem Lokal sind alle Tiere Alaskas ausgestopft und in Lebensgrösse aufgebaut.   

Dann eine 8 km lange Baustelle auf dem Highway. Unsere Bikes wurden auf zwei Pickups geladen und wir konnten die Fahrt durch die Baustelle im Pilotcar mal richtig geniessen.  

Zunächst hatten wir Probleme ein Camp zu finden. Nach einem langen Downhill am Long-Lake entlang fanden wir am Fusse des Long-Lake das schönste Camp der bisherigen Tour.  

Unsere Zelte standen 5m neben dem See, ohne Moskitos und wir konnten springende Fische im See beobachten.  

Ein wunderschöner Tag ging zu Ende. Haben heute 68,8 Km gefahren.

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Wenn doch nur der Rauch verschwinden würde..

 

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Oldtimer bei der Ausfahrt...   

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Solche Wagen kostet bestimmt ein Vermögen... 

 

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Der Verkehr wird nun immer dichter...

 

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Sheep Mountain 

 

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Das wäre ein schöner Spot zum campen ! 

 

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Immer wieder kleine Schönheiten neben der Strasse ! 

 

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Schade das der Rauch wieder aufzog ! 

 

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Das war harte Arbeit mit dem Trike... 

 

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Durch die Berge ging es in Serpentienen mit Steinschlaggefahr... 

 

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Ortwin ist voll happy das er doch noch den Gletscher gesehen hat! 

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Ich kann Euch sagen dieser Gletscher ist enorm geschmolzen seit dem ich ihn das erste mal 1989 gesehen habe !!!! 

 

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Den besten Ausblick auf den Gletscher gibt es in dieser Lodge. 

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 Der beste Ausblick auf den Gletscher war auf dem Balkon der Lodge... 

 

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Super Lodge mit vielen Tieren, lebend hätte ich sie aber lieber gesehen...

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Der Grizzly seiner Alpträume  

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 Junger Grizzly 

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Der Chefkoch scheint ein Schwarzbär zu sein... LOL 

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Elch 

 

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Leider ist immer noch alles eingenebelt... 

 

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Der Long Lake, an seiner rechten untersten Spitze schlagen wir unser Camp auf. 

 

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So stellt man sich ein Camp in Alaska vor... 

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 Das war das schönste Camp auf unsere gemeinsamen Strecke... 

 14.juli 2009 

Ortwin stand schon um 8 Uhr auf und schraubte seinen Ständer fest und stellt seine Bremsen etwas nach. Die Downhills mit dem vielen Gepäck fordern ihren Tribut.  

Als der Himmel sich zuzog, wurde ich von Ortwin geweckt. Schnell die Zelte verpacken bevor sie nass werden. Ohne Frühstück ging es los.  

Keine 50m vom Camp entfernt lag ein toter Elch im Strassengraben. Er war noch nicht lange tot. Da dauert es sicher nicht mehr lange, bis die Bären kommen. Besser wir verschwinden.  

Die Umgebung wurde nun immer zivilisierter. Man merkte mit jedem Kilometer das wir uns den Städten näherten.  

Wir trafen noch einen Amerikaner aus Anchorage der erst seit einem Tag unterwegs war, sein Ziel ist Suedamerika !

Unser Tagesziel, Wasilla, wo eine gute Bekannte von mir wohnt erreichten wir gegen 18 Uhr. Doch Sue war nicht zuhause. Wir hatten bereits seit einigen Tagen versucht, sie zu erreichen. Ohne Erfolg.  

Wir bauten unsere Zelte im Garten auf. Kaum angefangen, kam Terry, der Sohn von Sue. Er sagte, er hat keine Ahnung wo seine Mutter ist. Wir sassen noch lange zusammen und Terry hörte den Anrufbeantworter von Sue ab. Sie muss schon ende Juni das Haus verlassen haben. Also vor mehr als 2 Wochen.  

Um kurz vor ein Uhr in der Nacht bauten wir unsere Zelte weiter auf. Kurz darauf wurde es dunkel. Nachts wurde es nun schon für etwa 3 Stunden dunkel...  

Unsere Tagesetappe betrug heute 75 km.  

Für Ortwin war es die letzte Etappe. Nach über 900 km und fast 8000 Höhenmetern ist seine Alaska-Tour beendet.  

Die Zeit ist zu schnell vergangen...

Ortwin war einer der besten Travelpartner die ich je auf einer meiner Reisen hatte !

 

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Lange war der Elch noch nicht tot, irgend ein Idiot hat ihn erschossen und einfach liegen gelassen...

 

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Er war erst einen Tag unterwegs, sein Ziel ist die Spitze von Südamerika... 

 

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Endlich konnten wir die grandiosen Ausblicke geniessen. 

 

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Ich freue mich immer wieder wenn ich solche kleinen Schönheiten am Straßenrand finde ! 

  

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Endlich waren die Temperaturen erträglich...

 

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Ortwin packt seine Sachen in Terry's Truck.

 

 

Ich habe nun 2000 Km hinter mir und es kommt noch einiges dazu auf dem Rückweg nach Whitehorse...

 

 

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Anchorage ist eine typisch Amerikanische Stadt wie man sie aus dem Fernsehen kennt...

 

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Abschied von Ortwin am Airport in Anchorage, Terry könnte sein großer Bruder sein.... 

 

 

19 Juli 2009


 Ortwin fliegt heute wieder nach Deutschland. Zu schnell ist seine Zeit in Alaska verstrichen...

Ich werde nun so lange in Wasilla bleiben bis wir Sue gefunden haben, das schulde ich ihr ! 

 

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       Sue Tyrrell ist verschwunden seit dem 4 Juli 2009  

 

 

 

 

 

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