Chicken/ Alaska -Dawson City Yukon /Canada

 

 

13 August 2009

 

Die Nacht war ruhig bis auf einen Idioten der seinen Generator im Wohnmobil bis 2:00 Morgens laufen ließ...  

( verdammter dämlicher Kerl ! )

Am Morgen baute ich mein Zelt ab und stellte fest das durch die enorm hohe Luftfeuchtigkeit alles nass war. Ich versuchte das Innenzelt und Außenzelt zu trocknen, aber hatte kein Erfolg.  

Es fing an zu nieseln. Na prima, das fehlt auch noch...

Sofort hinter Chicken ging es steil bergauf und so ging es auch den ganzen Tag weiter !

Eine Steigung nach der anderen, es war kaum auszuhalten. Immer wieder leichter Nieselregen.

Am Nachmittag traf ich zwei Deutsche im Wohnmobil. Milan & Marius. Sie sind für ein halbes Jahr in Alaska und Nord-Canada unterwegs. Da ich knapp mit Lebensmittel war fragte ich sie ob sie mir etwas verkaufen könnten. Milan brachte mir zwei Dosen und eine Reis-Packung und ein leckeres Alaskan Stout Beer. Als ich bezahlen wollte nahmen sie das Geld nicht an. Hey, besten Dank Milan & Marius !  

Gut das ich ab und zu Leute treffe denn sonnst wäre die Lebensmittelversorgung echt schlecht ! Keinerlei Möglichkeiten zum einkaufen und alle Lebensmittel mitschleppen ist viel zu schwer. Oder eben nur Nudeln....

Weiter ging es in Richtung Boundary. Plötzlich wieder ein Wohnmobil hinter mir, es war wieder Milan, er reichte mir einen Apfel, die Jungs wissen was ein Radler braucht...

Heute war es echt hart, mit letzter Kraft erklomm ich gegen 22:00 die letzte kilometerlange Steigung und schlug dann mein Camp ca. 2 Km hinter dem Abzweig nach Eagle auf.  

Mir war kalt , ich war nass geschwitzt und es fing leicht an zu nieseln. Ich baute das Außenzelt auf und kroch hinein und befestigte den Footprint-Boden und das Innenzelt, endlich fertig.

Nach 8:47 reiner Fahrzeit lag ich im Schlafsack und genoss das Bier, prost Milan&Marius !

Ich bin diese Strecke ja schon einige male mit dem Auto und dem Motorrad gefahren, nun aber mit dem Trike verstehe ich warum er Top of the World Hwy heißt !  

Er geht nur Bergauf über die Gebirgskämme und auf deren entlang. An einigen Stellen ist er gerade mal so breit das zwei normale Personenwagen fahren können, aber wehe wenn zwei Lkws sich treffen...

Km 48

Reine Fahrzeit 8:47

Gesamtzeit 11:43

Zeit im Stand 2:55

Schnitt 5.5

Camp 22:30

© Copyright by Ch. Breier

Alter Goldbagger in Chicken.

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 Letzter Blick auf Chicken...

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Es geht immer höher hinauf...

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Und das über Stunden...

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Manchmal in Serpentienen...  

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Und nicht viel bergab...

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Aber immer wieder werde ich mit schönen Ausblicken belohnt...

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Rast auf über 1100 Meter...  

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Weit und breit kein Mensch zu sehen, so liebe ich es !  

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Ein langer Tag nähert sich dem Ende, es wird schon dunkel, es ist Zeit ein camp zu suchen... 

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Glück gehabt, noch im Hellen kann ich mein Zelt aufbauen und das gerade noch rechtzeitig bevor es anfing zu regnen... Trinkwasser ist ein echtes Problem bei über 1100m, es gibt hier keine Bäche und nur wenige Pfützen um Wasser zu filtern. Kein Problem auf dem Motorrad oder im PKW aber auf dem Rad.... 

14 August 2009

Die Ganze Nacht hindurch hatte es geregnet und als ich am Morgen aufwachte das gleich !

Also, wieder ein Ruhetag, eigentlich wollte ich ja weiterfahren, aber in der aufgeweichten Straße würde ich nicht weit kommen. Gut das ich noch genug Zeit habe...

Gegen Mittag kam ein Wohnmobil vorbei. Das Paar koppelte seinen Jeep ab und fuhr davon.

Einige Stunden später kamen sie zurück und luden mich auf ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee ein und gaben mir noch etwas Trinkwasser, denn hier über 1100m Höhe gibt es keine Bäche mehr...

Lena und Terry waren schon einige male mit ihrem Wohnmobil in Alaska. Schon beachtlich wohin Terry das Monsterteil überall hin fährt. Super nette Leute !

Gegen Abend fuhren sie mit ihrem Wohnmobil ein paar Kilometer zurück zu einem etwas ebenerdigeren Platz.

Gegen 21:00 Uhr raste noch ein Japaner auf dem Rad vorbei. Am nächsten Hügel wurde er plötzlich sehr langsam und stieg dann ab und schob sein Rad.

Ich bin also nicht der einzige Radfahrer der hier Probleme hat. Gott sei Dank brauche ich mein Trike nicht zu schieben...

Der Vorteil eines normalen Rades ist das man damit viel schneller unterwegs ist und das leichter Matsch auf den Pisten nicht gleich das Aus bedeutet wie bei einem Trike, vor allem mit Anhänger...   

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Die Piste wird zum Schlammloch...

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Endlich bleibt die Abdeckhaube dicht, gut das ich sie neu imprägniert habe...

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So langsam fängt die Piste wieder an zu trocknen...

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Top of the Word Hwy ist wirklich der richtige Name für diese Strecke !  

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Ungleiche Schlafstätten...  

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Das Teil ist so groß wie ein Reisebus bei uns...

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Terry und Lena, thank you so much guy's !  

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Noch immer ist die Piste aufgeweicht, Zeit um sich etwas die Tundra anzusehen

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Flechten, die Speise der Caribous, aber nichts für mich... 

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Aber auch für mich ist etwas dabei, Beeren...  

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   ... und zwar genug um mir eine schöne Nachspeise zu bescheren !   

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Wenn es heute Nacht nicht regnet, dann könnte ich morgen weiter fahren...  

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Das wird spaßig, gleich morgen früh geht es mit kalten Muskeln bergauf !  

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Aber wenigstens brauche ich mit meinem Trike an Bergen nicht zu schieben wie dieser Japaner , das war die Rache für nicht einmal HALLO sagen.... !  

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Dank Terry & Lena habe ich wieder genug Wasser zum kochen, was gibt es, natürlich NUDELN  !  

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Es wird nun wieder dunkel,vorbei die Zeit mit fast 24 Stunden Licht...  

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Herrlicher Sonnenuntergang und absolute Stille ...

 

15 August 2009

 Regen,Regen,Regen...

Auch heute regnet es, aber noch viel mehr als gestern. Die Straße verwandelt sich langsam in eine Schlammpiste! Nun sitz ich fest.Ich kann nur hoffen das es morgen besser wird...

Gegen Mittag kamen Lena & Terry wieder vorbei. Sie gaben mir einige Energie Rirgel und noch etwas Wasser, damit ich genug habe falls ich noch einen Tag fest sitzen sollte.

Thank you so much for your hospetality Lena & Terry !!!    

 

16 August 2009
 

Die ganze Nacht hat es geregnet. Als ich gegen 5:00 früh aufgestanden bin war es bewölkt, aber trocken.  

Schnell das Zelt abgebaut und alle Sachen eingepackt.

Dann etwas Kraftnahrung (Aminos)getrunken und um 6:00 war ich unterwegs.  

Es war sehr kalt und es blies ein schneidender Wind. Kein Wunder ich war hier ja über 1000m !

Es ging wieder steil bergauf. Und es fing wieder an zu regnen, erst nur Sprühregen, doch dann wie aus Eimern.  

Als ich in Boundary ankam musste ich feststellen, auch hier war alles geschlossen, nix mit warmen Kaffee...

Die Anstiege wurden immer steiler und länger. Gegen 15:00 kam ich an der Grenze an. Es regnete immer noch.  

Die Zollbeamtin war sehr nett und die Prozedur war schnell erledigt. Ich konnte auch meine Wasserflaschen wieder auffüllen.

Ich war schon über 10 Stunden unterwegs, als neben mir ein Wagen mit zwei Deutschen Paaren anhielt. Nach den üblichen Fragen, von wo bis wohin etc. stieg die eine Frau aus und gab mir einen Beutel Haribo und ein Kuchenteil.  

Kaum zu glauben, gestern Nacht dachte ich noch so, eine Tüte Haribo das wäre super und nun habe ich eine und sogar mit meiner Lieblingsfüllung den Lakritze mit kokos . Vielen, vielen Dank !!!!

Ihr könnt Euch kaum vorstellen wie gut so etwas hier draußen im Busch schmeckt....

Nach 11:15 reiner Fahrzeit und 14:30 Gesamtzeit, campte ich auf einem Bergkamm auf über 1150Metern.

Mann bin ich fertig und meine Kniegelenke schmerzen wie verrückt, das war etwas viel heute...

Km 61.2
Reine Fahrzeit 11:15
Gesamtzeit 14:30
Zeit im Stand 3:15
Schnitt 5.4
Camp 20:30

 

© Copyright by Ch. Breier

Es war recht frisch am Morgen.

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Wald soweit das Auge reicht und keine Menschenseele außer mir....  

In solch einer Landschaft merkt man sehr schnell wie klein der Mensch doch ist !    

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Das Fahren auf diesem Untergrund ist recht mühsam....

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Ja, ja die nächsten Anstiege kommen...  

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Angekommen in Boundary. 

Ich hatte mich schon auf einen Kaffee gefreut, aber leider war alles verlassen...  MIST !!!! 

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Nun bin ich wieder in Canada, die Grenze liegt hinter mir!  

 

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Und schon wieder kommt ein Schlechtwettergebiet...  

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Ich hoffe nur ich bleibe nicht im Matsch stecken...

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Der Untergrund ist seit der Grenze etwas besser, mehr Schotter denn Lehm...

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Gore Tex Anzug und Heizweste sind eine ideale Kombination, gerade bei Pausen im Regen und Wind !   

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Ich kann Euch sagen mit meinen 46 Jahren und kaum noch Körperfett als Reserven, muss ich des öfteren den inneren Schweinehund kräftig in den Hintern treten....  

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Ob es jetzt endlich flacher wird ?

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Pustekuchen, es geht wieder bergauf und das Regengebiet folgt mir...  

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Gegen Abend endlich eine Regenpause, ich habe Zeit mein Zelt im trocken aufzubauen.   

 

17 August 2009

 5 Uhr aufgewacht. Regen,Regen,Regen..

Gegen 10 bin ich gestartet.

Natürlich wie auch anders nur bergauf !

Habe Deutsche in 5 Wohnmobilen getroffen.  

Einer der Leute gab mir Wasser, und Wasa Knäckebrot.                             

Mann muß ich verhungert aussehen....

Habe noch eine Bikerin getroffen. Sie kommt von Oregon, auch sie erzählt das die Leute hier im Norden sehr unfreundlich zu den Radfahrern sind, kein Vergleich zu den lower 48, schon komisch  ...

Am Abend als ich gerade mein Zelt aufgebaut hatte traf ich noch ein Paar aus Toronto die 6 Monate Auszeit genommen haben und von Toronto bis Alaska und dann nach Baha California im VW Bus fahren werden. Sie fanden den Platz auch super und campten auch gleich dort.

 Km 46.2

Reine Fahrzeit 7:47

Gesamtzeit 10:00

Zeit im Stand 2:13

Schnitt 5.9

Camp 21:00

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Laut meines GPS kann ich hier über 100Km weit  schauen, der klaren Luft sei Dank !

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Mal ein ganz großes Lob an die Firma HV Corporate Concepts AG.  

   Deren Fleece-Heizweste funktioniert absolut super !

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Immer wieder ziehen Schauer auf...

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Der innere  Schweinehund hat mal wieder verloren...(lol)  

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Die nächsten Anstiege sollen ruhig kommen ! 

 

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Endlich gibt es wieder mehr Sonne als Regen...  

 

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Die Pist ist auch wieder trocken !

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Absolut super Landschaft...

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Das Wetter & meine Laune hat sich gebessert... 

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Endlose Wälder...  

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Und die Piste wird hier wirklich als Hwy bezeichnet....  

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Ohne Regen hat man doch gleich bessere Laune !  

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Und wenn man dann noch einen Regenbogen sieht...  

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Zelt trocken aufgebaut... yiiihhhaaaa.....  

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Am Morgen werde ich unsanft geweckt!

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Na nur gut das die nicht die ganze Piste umpflügen...

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Nebel und Wolken über dem Yukon River.  

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Am liebsten würde ich sofort wieder paddeln gehen....

18 August 2009

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Habe morgens noch mit den beiden einen Kaffee getrunken und bin dann in Richtung Dawson City gestartet. Endlich mal eine lange strecke bergab. In Dawson City angekommen habe ich bei Dieter im Yukon River Hostel übernachtet. Aber erst einmal ging es zum www.goldrushcampground.com um meine Sachen zu waschen und zu duschen.  

Und das sogar umsonst, denn Pat & Dianne Brooks nahmen kein Geld von mir als sie hörten woher ich komme...   

Be a Traveler Not a Tourist !

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Dawson City in Sicht !

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Die Stadt der Goldgräber und Touristen   

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Der Klondike River mündet in den Yukon River bei Dawson .  

 

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Warten auf die Fähre über den Yukon River nach Dawson City.  

 

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So leer habe ich die Fähre tagsüber noch nie erlebt...  

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Ich freue mich schon auf das Duschen, auf frische Wäsche und natürlich auf  " richtiges ESSEN " ....   

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Am Abend übernachtete ich im Yukon River Hostel, bei meinem Freund Dieter Reimund. Natürlich regnet es wieder...

 

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