Im Nordwesten liegt Mammoth Hot Springs mit seinen Sinterterrassen. Hier steigt heißes, kalkhaltiges Wasser an die Oberfläche, Kohlensäure entweicht, der gelöste Kalk fällt aus und bildet dann die Sinterterrassen. In diesen unzähligen kleinen Becken siedeln sich wiederum Algen an und geben den Terrassen so ihre Farben. Dort, wo die Quellen versiegen, bleibt dunkelgrauer Kalkstein zurück, denn die Algen können nur im Wasser überleben.
Die einzigartige Landschaft des Yellowstone-Nationalparks wurde und wird durch viele geologische Kräfte gestaltet. Hier, in einem der aktivsten Systemen der Erde mit vulkanischen, hydrothermalen (Wasser und Hitze) Systemen und Erdbeben, macht diesen Nationalpark zu einem unschätzbar wertvollen Schatz. Tatsächlich wurde der Yellowstone auch als der erste Nationalpark der Welt auf Grund seiner außergewöhnlichen Geysire, heißen Quellen, Schlammtöpfe und Dampföffnungen und anderer geologischer Wunder gegründet.
Bisons, Wapiti- und Maultierhirsche sind in weiten Teilen des Parks zu finden, während man Elche wesentlich seltener zu sehen bekommt und Grizzly- sowie Schwarzbären nur mit etwas Glück beobachten kann. In den neunziger Jahren wurden im Yellowstone Park auch wieder Wölfe angesiedelt.
Ein sehr bekannter Fotograf aus den USA
Ich hatte Glück...
Im Yellowstone gibt es ca 500-560 Schwarzbären...
Im Yellowstone haben 50 Prozent der Schwarzbären eine schwarze Farbe, die restlichen sind braun und zimtbraun. Schwarzbären haben eine Schulterhöhe von 90 cm. Männchen wiegen 105…157,5 kg; Weibchen wiegen 67,5…80 kg. So groß und stark möchte der kleine Kerl hier auch gern werden.
Die Landschaft ist einfach Wahnsinn...
Die Aufforderung der Ranger "Don´t feed the animals !", Tiere nicht zu füttern, dient dem Schutz der Menschen und dem Schutz der Tiere gleichermaßen.
Bisons sind Tiere des Graslands, sie fressen hauptsächlich Gras und Staudengewächse. Ihr massiver Buckel stützt starke Muskeln, die dem Bison erlauben, ihren Kopf im Winter als Schneepflug zu verwenden, wobei sie ihn hin und her schwingen, um den Schnee wegzufegen.
Canary Spring gehört zur Mammoth Hot Springs Area
Travertinterrassen, wie sie bei Mammoth Hot Springs gefunden werden, werden aus Kalkstein (Kalziumkarbonat) gebildet. Thermalwasser, das einen hohen Anteil an gelöstem Karbonat mitführt, steigt durch den Kalkstein auf. An der Oberfläche wird das Kohlendioxid freigesetzt und das Kalziumkarbonat als Travertin abgelagert, das kalkig weiße Gestein der Terrassen. Durch die hohe Ablagerungsrate ändern sich diese Besonderheiten ständig und schnell.
Das Pflanzenwachstum in dem sauren Wasser ist eine seltene, auffällige Besonderheit der Quellen. Aber in den alkalihaltigen Wassern, die die Geysir-Bassins charakterisieren und in dem kohlensäurehaltigen, kalkhaltigen Wassern der Mammoth Hot Springs, ist der Fall anders und die roten und gelben Farbtöne der Algen, kombiniert mit dem eigenartigen Weißheit des Sinters und das abwechslungsreiche blau und grün des heißen Wassers formen eine Szene, die zweifellos eine der schönsten und eine der seltsamsten Sehenswürdigkeiten der Welt ist.
Heutzutage studieren viele Wissenschaftler die Thermophilen des Yellowstones. Einige dieser Mikroben sind ähnlich der ersten Lebensformen, die zur Fotosynthese fähig waren – verwendeten das Sonnenlicht um Wasser und Kohlendioxid zu Sauerstoff, Zucker und andere Nebenprodukte umzuwandeln. Diese Lebensformen, genannt Cyanobakterien, begannen eine Atmosphäre zu bilden, die schließlich das menschliche Leben unterstützen. Cyanobakterien wurden in einigen der farbenprächtigen Matten und Bändern der heißen Quellen des Yellowstones gefunden.
Einer der vielen Wasserfälle im Park.
Ein Geysirbecken ist ein geografisch ausgeprägter Bereich, der aus einem „Cluster“ oder einer größeren Anzahl hydrothermaler Besonderheiten besteht, die Geysire, heiße Quellen, Schlammtöpfe und Fumarolen umfassen. Diese ausgeprägte Bereiche treten oft (aber nicht immer) an topographisch niedrigen Stellen auf, da diese hydrothermalen Besonderheiten dazu tendieren, sich an den Rändern des Lavaflusses und in Bereichen mit geologischen Fehlstellen zu konzentrieren.
Auch wenn der Park durch Wälder und Beifuß-Steppen dominiert ist, gibt es hier viele andere Lebensgemeinschaften. Auen sind eine auffälliger Bestandteil in diesem Gebiet, mit ausgedehnten Bereichen aus Riedgras und Weidendickicht. Subalpine Wiesen sind reich an unterschiedlichen Wildblumenarten und eine Verflechtung in alpine Tundra auf den höchsten Spitzen. Flüsse, Seen und Teiche haben eine interessante Wasservegetation ausgebildet.
Da bläst er! Nein, kein Wal, sondern einer der vielen Geysire des Yellowstone National Park. Genau genommen ist der Old Faithful der berühmteste "Wasserbläser"
Berühmt ist er nicht wegen seiner gewaltigen Fontänen, denn diesbezüglich haben andere mehr zu bieten. Nein, seine Beliebtheit und seinen Namen verdankt Old Faithful, den recht kurzen Intervallen zwischen seinen einzelnen Ausbrüchen !Nur alle 60 Minuten schießt er eine beträchtliche Menge heißen Wassers gen Himmel.
Im Yellowstone Nationalpark findet sich eine große Artenvielfalt.
61 Säugetierarten 320 Vogelarten, wovon 148 im Yellowstone brüten 16 Fischarten: 11 einheimische, 5 nicht-einheimische 10 Reptilien- und Amphibienarten über 12000 Insektenarten, davon 128 Schmetterlinge über 1100 Gefäßpflanzenarten
Die hydrothermalen Besonderheiten des Yellowstones sind ein prächtiger Beweis der vulkanischen Aktivitäten der Erde. Erstaunlicherweise sind sie auch Lebensräume, in denen mikroskopische Organismen, so genannte Thermophilen („thermo“ steht für Hitze, „phile“ für Liebe) überleben und gedeihen.
Dampfende Öffnungen und flache Becken fauchen und brutzeln.
Die heißen Quellen sind die häufigsten hydrothermalen Besonderheiten im Park. Ihr „Rohrleitungssystem“ hat keine Einschränkungen. Überhitztes Wasser kühlt ab, wenn es die Oberfläche erreicht, sinkt ab und wird durch heißeres Wasser von unten ersetzt. Dieser Kreislauf, Konvektion genannt, hindert das Wasser daran, Temperaturen zu erreichen, die für einen Ausbruch notwendig sind.
Männchen (Bullen) wiegen bis zu 1000 kg, Weibchen (Kühe) wiegen bis zu 500 kg. Sie leben 12…15 Jahre. Drei Herden: Nord (Lamar Valley), Mary Mountain (Hayden-Firehole Valleys), Pelican Valley. Fressen hauptsächlich Gras und Staudengewächse. Paarungszeit im späten Juli bis in den August; gebären ein Kalb im späten April oder Mai. Können aggressiv sein, sind sehr beweglich und können bis zu 50 km/h schnell rennen
Es gibt ungefähr 3500 im Park...
Für viele Jahre wurden die Bisons des Yellowstones als eine Unterart betrachtet, benannt als Bergbison. Die meisten Wissenschaftler machen nicht länger diese Unterscheidung und betrachten alle Bisons als eine Art, Bison bison.
Das Feuer von 1988 umfasste 321272 Hektar oder 36% des Parks. Der Großteil der Fläche wurde durch ein Bodenfeuer beeinträchtigt. Fünf Feuer brannten im Park in diesem Jahr in angrenzenden öffentlichen Landgebieten, einschließlich dem größten, dem North Fork Feuer. Es wurde durch einen Unfall ausgelöst und verbrannte mehr als 165921 Hektar.
Das Feuer von 1988 bot ein seltenes Naturlabor für Wissenschaftler, die Einflüsse des Feuers auf ein Ökosystem zu studieren.
Schlammtöpfe sind säurehaltige, heiße Quellen mit einer begrenzten Wasserzufuhr. Einige Mikroorganismen verwenden den Schwefelwasserstoff, der aus den Tiefen der Erde aufsteigt, als Energiequelle. Mit ihrer Hilfe wird das Gas in Schwefelsäure umgewandelt, die das angrenzende Gestein in Ton zersetzt. Durch den nassen Ton werden unterschiedliche Gase freigesetzt, die die Blasen hervorbringen. Die Konsistenz und Aktivität der Schlammvulkane ändert sich mit der Jahreszeit und den Niederschlägen
Wapithihirsche---Männchen (Bullen) wiegen ungefähr 350 kg und haben eine Schulterhöhe von 152 cm; Weibchen (Kühe) wiegen ungefähr 250 kg und sind etwas kleiner; Kitze haben bei der Geburt ungefähr 15 kg. Lebenserwartung: 13…18 Jahre. Den Bullen wachsen Geweihe, die im Frühling zu wachsen beginnen und im März oder April abgeworfen werden. Fressen Gras, Riedgras, andere Kräuter, Büsche, Rinden von Espen, Nadeln von Nadelbäumen, verbrannte Rinde, Wasserpflanzen. Paarungszeit (Brunft) in September und Oktober, Kälber werden im Mai bis in den späten Juni geboren
Im Sommer kann man ca.15000…25000 Hirsche in acht unterschiedlichen Herden sehen.
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